Das Ende (in Raten) - Teil 1

Wenn man einen echt beschissenen Tag hatte und denkt man könnte kaum schlimmer dran sein, läuft einem unter Garantie jemand über den Weg dem es noch schlechter geht.

So geschehen diesen Mittwoch. Ich lief durch ein Einkaufszentrum um noch ein paar Besorgungen zu machen und kam an einem eher weniger gepflegten, Dosenbier aus seiner Mantelinnentasche trinkenden, Schmuddelheftchen lesenden Zeitgenossen mittleren Alters vorbei. Als ich meine Besorgungen erledigt hatte passierte ich die gleiche Stelle, der gute Mann schlief mittlerweile im Sitzen, oder hatte zumindest die Augen geschlossen. Den ganzen Abend über beschäftigte mich dieser Mensch. Sein wievieltes Bier für diesen Tag war es? Wie finanziert er das Bier und die Schmuddelheftchten? Was wird er morgen tun? Was in einer Woche? Wieso sitzt er in diesem Zustand um kurz vor 18 Uhr an einem Arbeitstag in einem Einkaufszentrum und trinkt Bier?

Wenn ich mir derart Gedanken um jemand wildfremdes mache, habe ich noch Hoffnung für meine Wenigkeit was die Misanthropie anbelangt.

Lange Rede, kurzer Sinn. Im Rahmen von "Das Ende (in Raten)" werde ich in unregelmäßigen Abständen Beobachtungen aus dem Alltag wiedergeben welche mich verstören/irritieren/nerven/whatever.

Stay tuned.

16.11.10 22:44

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